Im letzten Jahr wurde ich durch die Medien auf das Projekt “Live below the line” aufmerksam, was mich auf die Idee meines zweiten Projektes brachte.

“Live below the line” ist eine Kampagne der Global Poverty Project Organisation. 5 Tage lang ernähren sich freiwillige Teilnehmer so wie Millionen auf der Erde in extremer Armut lebender Menschen, von ca. 1,50 USD pro Tag.

Wenn ich bedenke, dass ich für mein Mittagessen, je nachdem bei welchem Lieferservice meine Kollegen bestellen, zwischen 3,50 EUR und 7,50 EUR ausgebe, wirklich erschreckende Zahlen. Mit dem Preis für mein Mittagessen ernährt sich anderswo ein Mensch über 6 Tage lang! Ich bezahle für eine einzige Mahlzeit so viel Geld wie Andere Lebensmittel für eine Woche kaufen müssen.

Für mich fühlt sich dieser Gedanke nicht gut an. Die Mindestversorgung, die der deutsche Staat einem erwachsenen Bedürftigen zusichert, beträgt 138,83 pro Monat. Dies entspricht einem Tagessatz von 4,62 EUR. Damit kommt man aus, aber mit 1,20 EUR?

Nun stellt sich mir die Frage, mit welchem Betrag ich mir zutraue vier Wochen lang zu leben. 4,63 EUR ist mir nicht genug Herausforderung, 1,20 EUR hingegen scheint mir für 5 Tage akzeptabel aber für die lange Zeit nicht machbar. Immerhin bin ich voll berufstätig und treibe regelmäßig Sport. Seit ein paar Tagen schwirren mir 2,50 EUR im Kopf herum. Kurzerhand lief ich heute mit Stift und Papier bewaffnet zu einem bekannten Discounter um zu recherchieren, was Grundnahrungsmittel eigentlich kosten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisweilen nicht darauf achten musste. Ich notiere dies und das und komme zu dem Schluss, dass 2,50 EUR ein akzeptabler Betrag zu sein scheinen. Doch Moment! Pro Tag Jule, nicht pro Mahlzeit! Schnell schlägt Optimismus in Zweifel um. Nun, ein paar Tage habe ich ja noch Zeit bis ich mich festlegen muss, am 03.03. startet das Projekt.

In jedem Fall bin ich für Tipps und Anregungen dankbar was günstige Lebensmittel und Gerichte betrifft. Denn wenn ich vier Wochen lang nur Nudeln, Reis und Mehlspeisen esse, werden das ziemlich einseitige und ungesunde vier Wochen… so wie es anderen Menschen wohl ihr Leben lang geht.

Die Vorbereitungen haben begonnen…

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